Ein Aufruf

Pestizide: Unser aller Meinung ist gefragt!

Die EU-Pestizidverordnung verbietet eigentlich die Zulassung von Pestiziden, die „unannehmbare Risiken“ für die Umwelt und der darin vorkommenden Lebewesen darstellen.
Trotzdem sind Insektengifte wie Imidacloprid zugelassen. Ein Teelöffel davon enthält die tödliche Dosis für mehr als eine Milliarde Bienen. Grünes Licht gab es auch für Glyphosat trotz der Krebswarnung der Weltgesundheitsorganisation.

Die EU-Kommission möchte nun die europäische Pestizidverordnung reformieren. Das ist auch dringend notwendig. Allerdings ist es keineswegs sicher, dass neue Regelungen für Pestizide auch zu Verbesserungen für Umwelt und Gesundheit führen. Als Teil dieses Reformprozesses befragt die Kommission nun uns Bürgerinnen und Bürger in einer öffentlichen Konsultation: Reichen die aktuellen Vorschriften für Pestizide aus, deren Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren?

Am Ende werden wir eine neue Reform sehr einfach bewerten können: Führt sie zu mehr oder weniger Gift auf den Äckern? Die Konsultation ist der allererste Schritt. Doch nur wenn die Diskussion über die Reform öffentlich stattfindet, können sich die Interessen der Umwelt und der Verbraucher/innen gegen die chemische Industrie durchsetzen. Deshalb ist es wichtig, dass sich viele Menschen beteiligen. Macht bitte alle mit!

In unserer aktuellen Meldung finden Sie weitere Informationen und den Link zur Konsultation.

http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2018/konsultation-zur-europaeischen-pestizidverordnung.html