Ermittlungen gegen Landwirte

20180509_Bienensterben_UdineWegen übertriebenen Gebrauchs von Pestiziden, was ein massives Bienensterben zur Folge gehabt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft von Weiden/Udine Ermittlungen gegen 38 Landwirte aufgenommen. Rund 20 Mais- und Sojafelder in der Gegend der Stadt wurden beschlagnahmt. Es ist dies die erste Maßnahme der Justizbehörden dieser Art in Italien. Der Verdacht lautet auf massive Schädigung der Umwelt. Die Ermittlungen waren aufgrund von Anzeigen einiger Imker im Raum Udine aufgenommen worden, die ein starkes Bienensterben festgestellt und es mit dem Gebrauch von Neonicotinoiden in Verbindung gebracht hatten.

Quelle: (C) Tageszeitung Dolomiten
https://www.stol.it/Dolomiten

Freiland-Verbot

Erfolg: Freiland-Verbot für Bienengifte!

Gute Nachrichten für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Insekten und alle weiteren Tiere und Menschen:
Die EU-Mitgliedstaaten haben am 27.04.2018 für ein Freiland-Verbot von drei besonders gefährlichen Neonicotinoiden gestimmt.
Die Entscheidung der EU-Mitgliedstaaten wäre nun die Chance, endlich und gänzlich aus der Pestizid-Falle auszusteigen.
Wir in Mals und alle Menschen guten Willens kämpfen jedenfalls so lange, bis wir eine echte Agrarwende erreicht haben. Dass es auch ohe chemisch-synthetische Pestizide geht, zeigt die ökologische Landwirtschaft tagtäglich.

Petition „Stoppt das Bienensterben!“

Hallo! Das Bienensterben in Europa ist dramatisch. Doch jetzt will die EU-Kommission endlich handeln: Drei der bienengefährlichsten Pestizide, die sogenannten Neonicotinoide, sollen EU-weit verboten werden. Das wäre ein wichtiger Schritt gegen das Bienensterben. Doch die österreichische Regierung muss das Verbot unterstützen, damit es eine Mehrheit dafür gibt.

Bitte fordere Umweltministerin Köstinger jetzt zum Handeln auf und unterzeichne diese Petition:

Neonicotinoide & Agrios

Einige der im Südtiroler AGRIOS –Programm 2017 gelisteten Neonicotinoide:

Imidacloprid ist ein systemisches Insektizid aus der Gruppe der Neonicotinoide. Die Substanz wurde 1985 in den Labors der Bayer AG erstmals synthetisiert. Bayer stellt Imidacloprid seit Anfang der 1990er-Jahre im industriellen Maßstab her, es wird in etwa 120 Ländern der Erde eingesetzt. Einige Experten nehmen an, dass Imidacloprid derzeit das weltweit meistverwendete Insektizid ist. Handelsnamen z.B.: Admire, Confidor (in Europa), Connect, Evidence, Gaucho (Beize), Leverage, Muralla, Provado und Trimax

Acetamiprid (Handelsname z.B. „Careo“)
Clothianidin (Handelsname z.B. “Poncho“)
Thiacloprid (Handelsname z.B. „Calypso“)

Datei: NEONIC_u_THIACLOPRID.pdf
(als PDF zum Herunterladen)

Studie zu Neonicotinoiden

„So eindeutig, dass die Politik nicht mehr entkommen kann“

Nach einer Studie der europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit ist klar: von Neonicotinoiden geht ein Risiko für Insekten aus. „Die Klarheit war im Prinzip schon vorher gegeben, aber sie ist jetzt auf den neuesten Stand gebracht“, sagte Prof. Dr. Randolf Menzel vom Institut für Biologie der FU Berlin im Dlf. „Der Gesetzgeber muss das jetzt verbieten“.

Link: Beitrag im Deutschlandfunk vom 28.02.2018 »

Neonicotinoide & Bienen & EFSA

Neonicotinoide: Bienen in Gefahr. Wacht die EFSA endlich auf?

„Die potenziell tödliche Gefahr lauert in Blütenpollen und Nektar, im aufgewirbelten Staub bei der Aussaat, im Wasser: Auf unterschiedlichen Wegen nehmen Bienen für sie gefährliche Neonicotinoide auf. Diese Mittel können die Insekten Experten zufolge bereits bei einer niedrigen Dosierung lähmen, töten oder Lernvermögen und Orientierungsfähigkeit beeinträchtigen.

Landwirte setzen die Pestizide als Saatgutbeizmittel ein, um die angebauten Pflanzen vor Schädlingen zu schützen. Damit können sie aber Bienen schaden. Das ist keine neue Erkenntnis und wurde jetzt durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht verdeutlicht.“

Link: https://www.stol.it/Neonicotinoid-Bienen-in-Gefahr